Ein Buch zur 40-jährigen Neugründung des HVV

Walbecker Ansichten Walbeck Vierzig Jahre gibt es nun den Walbecker Heimat- und Verkehrsverein seit seiner Neugründung im Jahre 1979. Zu diesem kleinen Jubiläum stellt der Verein nun den Walbeckern ein neues Buch vor. Walbecker Ansichten heißt das Werk, ein Postkartenbuch aus alter und neuer Zeit. Der in Brühl lebende Heimatforscher Walter Dyckx ist seinem Heimort Walbeck noch immer innig verbunden und sammelt und forscht alles über Walbeck, was er finden kann. In seinem großen Archiv hat er im Laufe der Jahre auch 350 verschiedene Postkarten aus der alten und neuen Zeit gesammelt. Viel zu schade, um einfach im Archiv zu liegen, meinte Klaus Schopmans vom Heimat- und Verkehrsverein Walbeck. Der Vorschlag, aus der Sammlung für die Walbecker Bürger ein Postkartenbuch zu erstellen, stieß bei Walter Dyckx auf offene Ohren. So setzten sich die beiden zusammen, trafen eine Auswahl der schönsten Karten. Heraus kam dabei ein Buch mit 214 Postkarten, mit dem sich die Spargeldörfler nun auf eine historische Reise durch ihren Ort begeben können. Im Jahre 1889 kamen Postkarten in Mode, die älteste Postkarte von Walbeck, die Walter Dyckx im Besitz hat, datiert auf das Jahr 1899. Dass der damals so kleine Grenzort über so viele Karten verfügt, hat verschiedene Gründe. Bereits in der zweiten Hälfte der 1920er und 1930er Jahre gab es Postkartenserien mit dem Schriftzug „Luftkurort Walbeck“, obwohl Walbeck nie Luftkurort war. Die Idee hatten damals Heimatdichter Jakob Schopmans und Walter Kolb, der kurze Zeit kommissarischer Bürgermeister der Gemeinde Walbeck war, später auch eine bekannte Persönlichkeit als Oberbürgermeister von Frankfurt. Auch die in den 30er Jahren aufgelegte Postkartenserie „Musterdorf Walbeck“ war ein Etikettenschwindel, denn auch das war Walbeck nie. Die historische Rundreise, erläutert mit Texten zu den einzelnen Postkarten, führt den Betrachter durch Walbecks Kneipenwelt, der Kirche, die Mühlen und Schlösser des Spargeldorfes. Auch die Verschiedenartigkeit der Karten ist vielfältig. Es gibt kolorierte Karten, Mehrfachansichten, der noch unterbaute Blick auf Walbeck oder Postkarten mit Fotos aus dem dörflichen Leben. Auf einer Karte aus dem Jahre 1911 sieht man auch den Walbecker Bahnhof und dem feurigen Elias, wie die Kleinbahn damals im Volksmund hieß. Oder die zu Werbezwecken aufgelegte Karte aus dem Spargelhaus Schopmans aus den später 1930er Jahre, das Spargelessen für 1,80 Reichsmark, das Plattengericht für 1 RM, entsprechend weniger, heißt es auf der Karte. Die weiteste Reise machte eine Postkarte aus dem Jahr 1918, die von Walbeck ins Ruhrgebiet geschickt wurde. Irgendwann gelangte diese Karte in die Vereinigten Staaten von Amerika. Ende 2007 ersteigerte Walter Dyckx diese Karte bei einem Ansichtskartengeschäft in Longwood, Florida für 3,25 US-Dollar. Am Ende des Buches sind dann noch alle Karten der Spargelprinzesinnen der letzten 20 Jahre abgebildet. Die beiden Herausgeber des Buches haben dies dem Heimat- und Verkehrsverein ehrenamtlich zur Verfügung gestellt. Nun kann es, auch mit Hilfe einiger Walbecker Sponsoren, zum Preis von 20 Euro den Walbeckern angeboten werden. Kasten Hier ist das Buch erhältlich: In Walbeck bei der Volksbank an der Niers oder in Geldern bei der Buchhandlung Keuck.